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Polytechnische Universität Tomsk: Felgaufschwung
15.12.2014

Die älteste technische Hochschule Sibiriens bahnt sich den Weg zum TOP-Rating der Universitäten weltweit.

 

Im Sommer 2013 wurde die Nationale Polytechnische Forschungsuniversität Tomsk (TPU) zu den fünfzehn besten russischen Hochschulen den Gewinnern des Wettbewerbs auf die Erteilung der Staatshilfe zur Förderung in die TOP-100-Liste der Weltuniversitäten (Programm 5-100). 2014 wurde zum ersten vollen Jahr, in dem dieses Programm durchgesetzt wurde.

 

Dornenweg

 

Die Polytechnische Universität Tomsk ist eine der ältesten technischen Hochschulen Russlands (sie wurde in 1896 gegründet). Auf nationaler Ebene gehört sie seit langem und stabil zu den besten russischen Hochschulen. In den Ratings der nationalen Hochschulen 2013-2014 nimmt die TPU den allgemeinen 7. Platz und den ersten Platz unter den nicht hauptstädtischen Universitäten nach der Beurteilung der Agentur Expert RA ein. Aber in der Welt-Rangordnung der Hochschulen werden die nationalen Verdienste außer Acht gelassen. Die internationalen Universitäten, die zum TOP 100 gehören, weisen die mit den inländischen Universitäten vollkommen unvergleichbaren Entwicklungsraten auf: hinsichtlich der Erträge aus der wissenschaftlichen Ausbildungstätigkeit, des Forschungsumfanges, des Ausstattungsgrades mit den neuen Forschungs- und Laborgeräten, der Publikationsaktivitäten und der Zitierung ihrer Mitarbeiter etc. Mit der Sportsprache gesagt, das ist die Meisterschaftsliga, Lega Pro. Am Beispiel der Polytechnischen Universität Tomsk kann man zum Teil schätzen, inwieweit es real ist, den führenden russischen Hochschulen zu dieser Kohorte der auserlesenen Universitäten gezählt zu werden, was haben sie zu tun bzw. zu überwinden, um diesen Dornenweg zu den Rating-Stars zurückzulegen.

 

- Als wir vor anderthalb Jahren diese Bahn betreten haben, waren wir uns dessen bewusst, wie schwer diese Bahn sein kann, - sagt der TPU Rektor Professor Petr Tschubik. - Im Großen und Ganzen entwickelte sich unsere Hochschule dynamisch in den letzten Jahren, innerhalb von fünf Jahren könnte sie ihre Hauptwerte verdoppeln. Aber um sich in die Liste der weltweit führenden Hochschulen zu drängen, brauchen wir in kürzester Frist das Verdoppelte zu verdreifachen. Anders gesagt, wenn man sich heute am Reck fünf-sechs Mal hochzieht, so braucht man morgen sich 20 Mal hochzuziehen, dazu noch mit einem Felgaufschwung!

 

Als im Herbst 2013 die TPU ihre Wegekarte verteidigte ein Maßnahmenplan zur Durchsetzung des Programms der Konkurrenzfähigkeitssteigerung der TPU unter den führenden Forschungs- und Bildungszentren der Welt hat sie diese als Routenplan für Bergsteiger zu den Rating-Gipfeln in vier Hauptentwicklungsrichtungen dargestellt: Bildung, Wissenschaft, Personal und Management.

 

Wenn man die Analogie weiterführt, so wurde das Jahr 2014 für die Polytechnische Universität Tomsk zum Jahr der Umgestaltung und der Verstärkung des Basislagers ohne die die Aufwärtsbewegung unmöglich ist.

 

Umgestaltung der Struktur

 

In erster Linie hat die Hochschule ihre Unternehmungsform geändert und wurde zu einer autonomen Haushaltseinrichtung. Die Autonomie gewährt mehr Freiheit im Verwaltungs- und Finanzbereich, aber überträgt große Verantwortung auf die Universitätsleitung für die Herbeiführung des Erfolges. Man hat ein neues Kollegial-Leitungsorgan errichtet den Aufsichtsrat unter dem Vorsitz vom Gouverneur Tomsker Gebiets Sergei Schwatschkin; die Mitglieder des Aufsichtsrates sind die hochgestellten Vertreter von Gazprom, Rosatom, SIBUR, der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft Russlands. Der Aufsichtsrat ist zuständig, alle wichtigsten Fragen und Gegenstände im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Universität, darunter auch die Bewilligung der Kandidatur des Rektors, zu verhandeln.

 

Als höchstes Expertenorgan der Hochschule wurde der Internationale wissenschaftliche Beirat gebildet unter dem Vorsitz vom Nobelpreisträger, Professor der technologischen Universität Israel (Technion) Dan Shechtman. Der Internationale wissenschaftliche Beirat besteht aus zehn Gelehrten von Weltruf aus Kanada, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Beirat wurde nicht zu den Repräsentationszielen gebildet; zu seinem Aufgabenkreis gehören die Analyse, die Beurteilung und die Entwicklung der Empfehlungen zu den Hauptrichtungen der Forschungstätigkeit der Universität.

 

Im Juli 2014 hat die Hochschule die revolutionären Umgestaltungen der Arbeitsvergütung der Mitarbeiter durchgeführt: die wissenschaftlichen Mitarbeiter und die Lehrkräfte der Universität sind ab jetzt auf wirksamer vertraglicher Basis beschäftigt. Die TPU ist eine der ersten russischen Hochschulen, die dieses System eingeleitet hat. Man glaubt, dieser Schritt trägt dazu bei, die Verantwortung für die Herbeiführung der programmbezogenen Ergebnisse von der Universität auf alle Mitarbeiter zu verteilen. Durch die Steigerung des materiellen Anreizes und des Interesses der Mitarbeiter an ihren Arbeitsleistungen (bei der Erfüllung des vorgeschriebenen Pflichtumfanges und nach der Erreichung der überplanmäßigen Ergebnisse kann die Gehaltszulage das Gehalt verdoppeln) einbezieht damit die Hochschule alle ihren Mitarbeiter in die Arbeit an der Durchführung der freigegebenen Pläne. Ab Januar 2015 werden die restlichen Mitarbeiterkategorien auf wirksamer vertraglicher Basis beschäftigt, darunter auch das Leitungs- und Verwaltungspersonal.

 

Forscher ausbilden

 

In der Ausbildungssphäre könnte die Polytechnische Universität Tomsk bei der Umsetzung einer der wichtigsten Rating-Aufgaben die Transformation in die Universität vorwiegend des Magister- und Aspirantentyps Fortschritte machen. Alle weltweit führenden Hochschulen sind die Forschungsinstitute, die die hochqualifizierten Spezialisten ausbilden. Die TPU bahnt sich diesen Weg. In 2014 wurden in die Magisterabteilung der Polytechnischen Universität Tomsk von über 1.200 Studierenden aufgenommen, um 200 Personen mehr als im Vorjahr. Eingeschrieben wurden von über 220 Aspiranten. Der Anteil von Magistranten, Aspiranten und Doktoranden an der Gesamtzahl der Studierenden an der Direktabteilung betrug von über 25 Prozent (bis zum Jahr 2020 wurde ein Ziel gesetzt, diesen Wert bis zu 55 Prozent zu steigen). Der Umfang der Ausbildungsprogramme, die nach dem Modulprinzip realisiert werden, wurde erweitert. Heutzutage werden an der Uni 44 Programme durchgesetzt. Dabei hat die TPU auf die nicht aktuellen und die ineffizienten Programme verzichtet: man hat 13 Ausbildungsrichtungen aufgehoben, die auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt sind. Den Schwerpunkt bilden die unikalen Ausbildungsprogramme vom Weltniveau, wie z.B. das gemeinsame Programm mit der Heriot-Watt-Universität (Großbritannien) zur Ausbildung der Spezialisten im Bereich der Öl- und Gasindustrie.  

 

Im laufenden Jahr hat die Zahl der ausländischen Studenten zugenommen heutzutage beträgt ihr Anteil 23 Prozent von der Gesamtzahl der Studierenden. Zurzeit studieren an der TPU über 3,5 Tausend ausländische Studenten. Das ist eine der besten Zahlen unter den russischen Hochschulen. Über 15 v.H. Ausbildungsprogramme werden an der TPU in Englisch realisiert. An der Uni funktionieren 18 Magister- und Bachelorprogramme vom Typ Doppeldiplom, nach denen 250 russische und ausländische Studenten ausgebildet werden. Die ausländischen Lehrkräfte haben auch zugenommen. Der Anteil an ausländischen Professoren, Lehrern und Forschern, darunter auch die russischen Staatsbürger die Besitzer des PhD-Grades an den ausländischen Universitäten beträgt über 6 Prozent.

 

Zentrum der Überlegenheit

 

Das Programm der TPU-Konkurrenzsteigerung hat sich ein strategisches Ziel gesetzt Herausbildung und Entwicklung der Hochschule als einer Forschungsuniversität einer der weltweit führenden Hochschulen auf dem Gebiete der ressourceneffizienten Technologien, die die globalen Probleme der Menschheit auf dem Wege zur stabilen Entwicklung lösen kann. In 2014 wurde das Startzeichen der Umsetzung von sechs Mega-Forschungsprojekten im Rahmen des auf Basis der Universität errichteten interdisziplinären Netzwerk-Zentrums der Überlegenheit im Bereich der Ressourceneffizienz gegeben. Zum ersten Mal hat die Hochschule im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens die beträchtlichen finanziellen Ressourcen für die internen Grants in den global konkurrenzfähigen wissenschaftlichen Ausrichtungen ausfindig gemacht, darunter die Entwicklung der neuen Materialien für Extrembedingungen, der Telekommunikationssysteme zur Steuerung der autonomen Unterwasserarbeiten, der tomographischen Komplexe, der Radiopharmazeutika zur Diagnostik und Behandlung der sozial relevanten Erkrankungen etc. Sämtliche Projekte wurden einer eingehenden sachverständigen Begutachtung vom Internationalen wissenschaftlichen Beirat unterzogen.

 

Abschließend zur sachverständigen Begutachtung der TPU Mega-Projekte sagte der Nobelpreisträger Dan Schechtman: Sie alle sind von guter Qualität, sie beinhalten eine gute Wissenschaft, es gibt Leute, die sie durchsetzen können. Der Vorsitzende des Internationalen wissenschaftlichen Beirates äußerte sich dazu mit Sicherheit, dass im Rahmen dieser Projekte die innovativen Entdeckungen gemacht werden, die den Nutzen nicht nur dem Sibirien, sondern auch der Region, dem Staat und der ganzen Welt bringen können.

 

In 2014 hat die TPU als erste in Russland das Postdoc-Institut errichtet: es handelt sich dabei um ein System der Wissenschaftlerausbildung, die ihre Dissertation verteidigt haben und ihre Qualifikation während der Arbeit an den aktuellen wissenschaftlichen Projekten weiterbilden. Zurzeit werden an der Uni 35 Post-Doktoranden gezählt, darunter 7 Ausländer. An der Uni wurden die Programme der zusätzlichen Stipendienunterstützung der Studierenden eingeleitet, die das Interesse für die wissenschaftliche Arbeit zeigen. Das trägt zur Schaffung und der Unterhaltung an der Uni einer kreativen konkurrenzfähigen Forschungsumgebung, zur Ausbildung der neuen modernen wissenschaftlichen Fachkräfte, die dazu fähig sind, die Forschungen vom Weltniveau durchzuführen, bei.

 

Die Polytechnische Universität Tomsk ist auch durch ihre engen und produktiven Beziehungen mit den führenden russischen und ausländischen Industriebetrieben bekannt. In 2014 wurde dieser Schwerpunkt der Hochschule verstärkt. Die TPU erweiterte ihre Teilnahme an innovativen Entwicklungsprogrammen der russischen staatlichen Körperschaften sowie auf den technologischen Plattformen, ließ die Zusammenarbeitsverträge mit der offenen AG Vereinigte Flugzeugbaukörperschaft, der offenen AG Raketen- und Raumfahrtkörperschaft Energie namens S.P. Koroljew, dem Föderalen staatlichen unitären Unternehmen S.A. Lawotschkin Forschungs- und Produktionsvereinigung etc. abschließen. 

 

Aufwärtsbewegung

 

Im großen und ganzen war 2014 ein erfolgreiches Jahr für die TPU. Sie machte einen Schritt zur Erreichung des gesetzten Ziels der Anerkennung in den Ratinglisten der weltweit führenden Universitäten. Im Rating QS World University Rankings ist die Polytechnische Universität Tomsk zugleich mehrere Dutzend Positionen hochgekommen und gehört zur Gruppe TOP 501-550. Das ist das beste Ergebnis der TPU seit 2011, als sie in die von Quacquarelli Symonds aufzustellende Ratingliste zum ersten Mal aufgenommen wurde.

 

In 2014 sind die Erträge der Polytechnischen Universität Tomsk aus der Erfüllung wissenschaftlicher Aufträge (NIR, NIOKR etc.) mit 1,8 Mrd. Rubel beträchtlich zugenommen (ca. noch einmal so groß wie vorgeplant wurde). Der konsolidierte Haushalt der Hochschule machte 8 Mrd. Rubel aus. Die TPU arbeitet an der Verstärkung ihrer materiell-technischen Basis weiter. In 2014 hat die Hochschule die Analysen-, Messgeräte und die technologische Ausrüstung im Wert von über 200 Mio. Rubel erworben. Vollendet wird die Errichtung des modernen Studentenwohnheimes von 750 Plätzen. Man hat die Bauarbeiten des Schwimmbades und den ersten Bauabschnitt des Business-Inkubators eingeleitet. 

 

Aus den einfachen arithmetischen Berechnungen resultiert: um in die TOP-100 Liste des QS-Ratings eingetragen zu werden, muss die Polytechnische Universität Tomsk innerhalb von 5 Jahren, die bis 2020 geblieben sind, mit der Geschwindigkeit 70-80 Positionen pro Jahr fortschreiten.

 

- Das Wichtigste, das in der Hochschule dieses Jahres gemacht wurde, ist die Bildung der Basis zum weiteren Entwicklungsruck,- meint Petr Tschubik.

 

Im nächsten Jahr 2015 wird sich die Universität auf die Lösung von Problemen konzentrieren, die den schnellen Fortschritt beeinträchtigen. Darunter die Steigerung der Publikationsaktivitäten und der Zitierungsrate der TPU-Gelehrten. Die Hochschule soll die Wege finden, um sich weltweit bekannt zu machen, ihren Ruf in der internationalen Forschungs- und Bildungsgesellschaft und in den Geschäftskreisen zu stärken. Das sind die schwierigen, aber lösbaren Aufgaben, so wird in der TPU gemeint. Jedenfalls bringen die in der Polytechnischen Universität Tomsk vor sich gehenden Veränderungen die sichtbaren Ergebnisse, mobilisieren das Kollektiv, geben den Anstoß, zu denken, zu suchen, zu handeln. Dadurch wird die Konkurrenzfähigkeit der Hochschule unter den anderen wissenschaftlichen Ausbildungszentren des Landes und der Welt verstärkt.

 

Sergej Nikiforow

 

 





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